Donnerstag, 13. Mai 2004
The Who – The Encore-Series – Vol. 2
hartgendorn, 13:58h
Nun sind sie also endlich da: Vier Doppel-CDs mit den Konzerten der Who in London im März dieses Jahres. Und wie schon bei der Ausgabe des Jahres 2002 liefert themusic.com keine CDRs, sondern richtige CDs! Und das beste: Der Sound ist besser, die Aufmachung ebenfalls.
Doch der Reihe nach: Wie schon vor zwei Jahren veröffentlichen The Who und themusic.com die Live-Konzerte auf CD. Rund vier Wochen nach der Show werden sie verschickt. Zu hören gibt es jeweils die komplette Show, unbearbeitet, aufgenommen vom Mischpult. Und wie immer geht der Erlös an eine wohltätige Einrichtung, die von The Who unterstützt wird. Mehr als 250000 Dollar kamen 2002 dabei zusammen.
Wie erwähnt ist die Aufmachung klasse. Dieses Mal gibt es ein Papp-Klappcover, nett aufgemacht, und auch die Songs sind auf der Rückseite aufgedruckt. Auch die CDs selbst sind dieses Mal schön aufgemacht.
Überzeugend aber ist der Sound: Prima abgemischt sind die Shows, selbst Simon Townshend ist endlich einwandfrei zu hören. Das war bei den Konzerten der 2002er Tour nicht immer so. So gesehen lohnt sich für Who-Fans also der Kauf aller vier CDs.
Und für die anderen? Die sollten zum Konzert vom 22. oder 24. März greifen, spielen die Who hier doch am längsten – jeweils rund 125 Minuten. Das Konzert vom 25. ist mit knapp 90 Minuten relativ kurz, und die Show in der Royal Albert Hall hat weder Another Tricky Day noch Bargain, da die Band diese beiden Songs an diesem Abend nicht spielten.
Dennoch – man wird den Eindruck nicht los - besonders am ersten Abend -, dass die Who sich nur noch selbst covern. Die Setlists sind nahezu identisch mit denen der 2002er Tour, lediglich Real Good Looking Boy sorgt für Abwechslung, der Song ist aber auch ein wirklich tolles Stück. Pete ist überraschend wortkarg, und einige Stücke sind wirklich schnell runtergepeitscht. Das soll aber nicht heißen, dass die Konzerte schlecht sind – im Gegenteil, die Musik ist nach wie vor klasse, und die Who sind es auch. Nur ein bisschen mehr Abwechslung hätte man sich gewünscht.
Die CDs gibt’s zum Preis von jeweils 15 Pfund nur im Internet bei www.themusic.com. Dazu kommen dann noch Porto und Steuer sowie ggf. Steuer in Deutschland, wenn der Zollbeamte zu aufmerksam schaut. Auch für die folgende Konzerte in den USA und England sind fünf weitere Doppel-CDs angekündigt.
Doch der Reihe nach: Wie schon vor zwei Jahren veröffentlichen The Who und themusic.com die Live-Konzerte auf CD. Rund vier Wochen nach der Show werden sie verschickt. Zu hören gibt es jeweils die komplette Show, unbearbeitet, aufgenommen vom Mischpult. Und wie immer geht der Erlös an eine wohltätige Einrichtung, die von The Who unterstützt wird. Mehr als 250000 Dollar kamen 2002 dabei zusammen.
Wie erwähnt ist die Aufmachung klasse. Dieses Mal gibt es ein Papp-Klappcover, nett aufgemacht, und auch die Songs sind auf der Rückseite aufgedruckt. Auch die CDs selbst sind dieses Mal schön aufgemacht.
Überzeugend aber ist der Sound: Prima abgemischt sind die Shows, selbst Simon Townshend ist endlich einwandfrei zu hören. Das war bei den Konzerten der 2002er Tour nicht immer so. So gesehen lohnt sich für Who-Fans also der Kauf aller vier CDs.
Und für die anderen? Die sollten zum Konzert vom 22. oder 24. März greifen, spielen die Who hier doch am längsten – jeweils rund 125 Minuten. Das Konzert vom 25. ist mit knapp 90 Minuten relativ kurz, und die Show in der Royal Albert Hall hat weder Another Tricky Day noch Bargain, da die Band diese beiden Songs an diesem Abend nicht spielten.
Dennoch – man wird den Eindruck nicht los - besonders am ersten Abend -, dass die Who sich nur noch selbst covern. Die Setlists sind nahezu identisch mit denen der 2002er Tour, lediglich Real Good Looking Boy sorgt für Abwechslung, der Song ist aber auch ein wirklich tolles Stück. Pete ist überraschend wortkarg, und einige Stücke sind wirklich schnell runtergepeitscht. Das soll aber nicht heißen, dass die Konzerte schlecht sind – im Gegenteil, die Musik ist nach wie vor klasse, und die Who sind es auch. Nur ein bisschen mehr Abwechslung hätte man sich gewünscht.
Die CDs gibt’s zum Preis von jeweils 15 Pfund nur im Internet bei www.themusic.com. Dazu kommen dann noch Porto und Steuer sowie ggf. Steuer in Deutschland, wenn der Zollbeamte zu aufmerksam schaut. Auch für die folgende Konzerte in den USA und England sind fünf weitere Doppel-CDs angekündigt.
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Freitag, 13. Februar 2004
The Who - Tommy Deluxe Edition (SACD)
hartgendorn, 17:27h
Nun ist sie also da: Angeblich besserer Sound, neu remixt und laut Pete Townshend unglaublich nah dran an den Original-Aufnahmen von 1968/69. Die Rede ist von der dritten Ausgabe des Who-Klassikers Tommy, die nun in einer Super-Audio-CD als Deluxe Edition am 29. Januar 2004 auf den Markt gekommen ist. Zwei Discs umfasst sie, und Fans der Band wird besonders die Bonus-CD interessieren, gibt es hier doch 17 Zusatz-Stücke, die bisher zum größten Teil auf regulären Alben nicht erhältlich waren.
CD 1 kann man getrost überspringen, denn hier sind die 25 Songs des Original-Albums zu hören. Die Sound-Qualität ist gut, und über Tommy selbst braucht man eigentlich nichts mehr zu erzählen. Aber CD 2 ist, wie erwähnt, für Who- und Tommy-Fans hochinteressant. Fans der Who, die seit vielen Jahren alles sammeln, was auf dem Markt ist, werden einige Stücke kennen, doch I Was, Trying To Get Through sowie Miss Simpson – übrigens richtig gut! - kennt man nicht einmal vom Titel. Nimmt man I Was raus – der Song ist gerade 16 Sekunden lang, dann lohnen die beiden anderen Stücke auf jeden Fall. Interessant sind auch die Outtakes bzw. Alternate Versions von Christmas, Tommy Can You Hear Me sowie Sally Simpson (viel Gelächter, eher ein Witz), Tommy’s Holiday Camp und We’re Not Gonna Take It. Fünf Original Demos (It’s A Boys, Amazing Journey, Christmas, Do You Think It’s Alright, Pinball Wizard) von Pete Townshend runden die Reise durch Tommys Entstehungsgeschichte ab. Von diesen fünf sind Christmas und Pinball Wizard offiziell veröffentlicht. Letzteres war gemeinsam mit dem Demo von My Generation vor vielen Jahren als Flexi dem Buch Maxim R&B beigelegt.
"War’s das jetzt mit Tommy", stellt sich der Sammler die Frage oder kommt da noch mehr? Bestimmt, denn die Demos von Pete Townshend sind bis auf die erwähnten weitgehend unveröffentlicht und bisher lediglich auf einem Bootleg zu finden. Da bleibt zu befürchten, dass auch diese noch unters Volk gebracht werden.
Ob man also zugreift bleibt somit einem jeden selbst überlassen, eine unbedingte Kaufempfehlung gibt es nicht, zumal die die SACD nicht nur rund 30 Euro im Handel kostet sindern im Vergleich zu Who’s Next Deluxe eher lau ist – dafür ist das Bonus-Material zu bescheiden. Wer aber alles von den Who sammelt, wird nicht zögern, denn wie immer gibt es ein tolles Booklet mit vielen tollen Fotos als informative Beilage.
Wertung: 8,5 von 10
CD 1 kann man getrost überspringen, denn hier sind die 25 Songs des Original-Albums zu hören. Die Sound-Qualität ist gut, und über Tommy selbst braucht man eigentlich nichts mehr zu erzählen. Aber CD 2 ist, wie erwähnt, für Who- und Tommy-Fans hochinteressant. Fans der Who, die seit vielen Jahren alles sammeln, was auf dem Markt ist, werden einige Stücke kennen, doch I Was, Trying To Get Through sowie Miss Simpson – übrigens richtig gut! - kennt man nicht einmal vom Titel. Nimmt man I Was raus – der Song ist gerade 16 Sekunden lang, dann lohnen die beiden anderen Stücke auf jeden Fall. Interessant sind auch die Outtakes bzw. Alternate Versions von Christmas, Tommy Can You Hear Me sowie Sally Simpson (viel Gelächter, eher ein Witz), Tommy’s Holiday Camp und We’re Not Gonna Take It. Fünf Original Demos (It’s A Boys, Amazing Journey, Christmas, Do You Think It’s Alright, Pinball Wizard) von Pete Townshend runden die Reise durch Tommys Entstehungsgeschichte ab. Von diesen fünf sind Christmas und Pinball Wizard offiziell veröffentlicht. Letzteres war gemeinsam mit dem Demo von My Generation vor vielen Jahren als Flexi dem Buch Maxim R&B beigelegt.
"War’s das jetzt mit Tommy", stellt sich der Sammler die Frage oder kommt da noch mehr? Bestimmt, denn die Demos von Pete Townshend sind bis auf die erwähnten weitgehend unveröffentlicht und bisher lediglich auf einem Bootleg zu finden. Da bleibt zu befürchten, dass auch diese noch unters Volk gebracht werden.
Ob man also zugreift bleibt somit einem jeden selbst überlassen, eine unbedingte Kaufempfehlung gibt es nicht, zumal die die SACD nicht nur rund 30 Euro im Handel kostet sindern im Vergleich zu Who’s Next Deluxe eher lau ist – dafür ist das Bonus-Material zu bescheiden. Wer aber alles von den Who sammelt, wird nicht zögern, denn wie immer gibt es ein tolles Booklet mit vielen tollen Fotos als informative Beilage.
Wertung: 8,5 von 10
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J.M. Watts - 13 Stories High
hartgendorn, 13:40h
Es nicht gibt viele CD's, die bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben, aber diese zählt zweifellos zu den stärksten, die ich in meiner Plattenkiste habe. John Watts wird vielen Musikfans als Kopf der Band Fischer Z bekannt sein, die vor mehr als 20 Jahren mit "Berlin" einen Riesenhit hatte. Doch "13 Stories High" ist gemeinsam mit "Destination Paradise" das stärkste, was aus der Feder des Briten kommt.
Obwohl ich Fischer Z seit 1979 immer verfolgt habe, war mir die Scheibe lange unbekannt, erst zwei oder drei Jahre nach Veröffentlichung habe ich sie erstmals gehört. Als ich damals einen Freund besuchte udn wir seine Plattensammlung durchstöberten, erklärte er mir ganz stolz, er habe zurvor ein Konzert gesehen mit einem Interpreten, der bärenstarke Musik gespielt habe - ganz alleine mit Gitarre. Sprach es, suchte die CD heraus und legte sie auf. Ich: "Den kenn ich doch, sind das nicht Fischer Z?" Nein, sie waren es nicht, es war eben John Watts. Keine Frage, die CD wurde gekauft und findet seitdem immer wieder den Weg in meinen CD-Player.
John Watts selbst scheint das Werk ebenfalls sehr gut zu gefallen. Denn beim Fischer Z-Konzert in der Lagerhalle in Osnabrück 2001 präsentierte er die stärksten Songs gleich live, so unter anderem Angel Of Gardenia oder Love Shaker.
Also: Zugreifen! 13 Stories High ist uneingeschränkt zu empfehlen.
Wertung: 7,5 von 10
Obwohl ich Fischer Z seit 1979 immer verfolgt habe, war mir die Scheibe lange unbekannt, erst zwei oder drei Jahre nach Veröffentlichung habe ich sie erstmals gehört. Als ich damals einen Freund besuchte udn wir seine Plattensammlung durchstöberten, erklärte er mir ganz stolz, er habe zurvor ein Konzert gesehen mit einem Interpreten, der bärenstarke Musik gespielt habe - ganz alleine mit Gitarre. Sprach es, suchte die CD heraus und legte sie auf. Ich: "Den kenn ich doch, sind das nicht Fischer Z?" Nein, sie waren es nicht, es war eben John Watts. Keine Frage, die CD wurde gekauft und findet seitdem immer wieder den Weg in meinen CD-Player.
John Watts selbst scheint das Werk ebenfalls sehr gut zu gefallen. Denn beim Fischer Z-Konzert in der Lagerhalle in Osnabrück 2001 präsentierte er die stärksten Songs gleich live, so unter anderem Angel Of Gardenia oder Love Shaker.
Also: Zugreifen! 13 Stories High ist uneingeschränkt zu empfehlen.
Wertung: 7,5 von 10
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